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Zviad Ratiani



© Dirk Skiba

aus Tiflis
Writer in Exile
Okt. 2018 - Mai. 2019
Dem georgischen Lyriker Zviad Ratiani wurden vom SABA Literatur Preis bis zum Bestseller Preis für sein Gedicht Väter viele wichtige Georgische Literaturpreise zuerkannt, was ihn jedoch nicht vor Repressionen durch die georgische Polizei schützte. Das Haus der Autoren und Autorinnen Graz hat ihn eingeladen, einige Monate als Writer in Exile in Graz zu arbeiten. Zviad Ratiani hat keine Angst vor Pathos und einen Hang zur Selbst-Ironie, ein Umstand, der die Gedichte seines Lyrikbandes „Requiem für die Lebenden“ fein in Spannung hält. Das lyrische Ich denkt und schreibt ohne Netz, es gibt keine Sicherheiten, keine Instanzen, auf die es sich berufen wollte, nicht mal dem eigenen Standpunkt vertraut es – das erzeugt eine tastende Bewegung, eine Offenheit dem Unabgeschlossenen und Prozesshaften gegenüber – und eine Radikalität des Blicks, der sich selbst in seiner Unzulänglichkeit und Ambivalenz ins Visier nimmt. Zviad Ratianis Gedichte vereinen Subjektivität und Formstrenge, Leiden und Ästhetik, Anklage, Aufschrei und Humor. Im Klak-Verlag erschienen ausgewählte Gedichte auf Deutsch unter dem Titel „Requiem für die Lebenden“.


Zviad Ratiani [artist]
Tamta Melaschwili [artist]
Requiem für die Lebenden, 2018-11-13 19:00:00 [event]